Lektion 8: Coachprofil und Selbstmarketing

„Ohne Werbung wäre ich heute Millionär.“
(Paul Getty, Milliardär)

Jetzt geht es um Dich, um Deine unverwechselbaren Kompetenzen und das, was Du Deinen Klienten bieten kannst. Denn das Produkt, das Du an den Mann oder die Frau bringen willst, bist in erster Linie Du selbst. Mit anderen Worten: es geht darum, Dich selbst zu vermarkten, Deine Stärken ins rechte Licht zu rücken und die Werbetrommel für Dich zu rühren. Zugegeben, das fällt nicht jedem leicht. Doch dieser ehrliche Selbstklärungsprozess ist der Ausgangspunkt für jede erfolgreiche Positionierung am Markt.

Coachprofil

Erstelle zunächst eine Übersicht von Deinen Kenntnissen und Erfahrungen. Diese Übersicht sollte folgendes enthalten: Berufsausbildung und/oder Studium, Weiterbildung und Berufserfahrung. Auch spezielle Arbeitsschwerpunkte (z.B. Teamcoaching) sind Teil dieses Profils. Du kannst das Profil zudem mit Folgendem ergänzen: besondere Sprachkenntnisse, Auslandsaufenthalte, ein außergewöhnliches Hobby, Engagement in Verbänden, Veröffentlichungen. Natürlich nur, soweit dies auch vorhanden ist und Du es für relevant hältst. Überlege Dir, was Du selbst von einem Coach gern wissen möchtest.

Selbstmarketing

Nun geht es um Deine Persönlichkeit, was Du kannst und was Dich unverwechselbar macht. Sei bei dieser Bestandsaufnahme ehrlich zu Dir selbst. Notieren das zunächst für Dich selbst. Was irgendwann auf Deiner Website landet, ist ein anderes Thema.

Wie siehst Du Dich selbst?

  • Was sind Deine Stärken, Talente, was kannst Du wirklich gut? Denke dabei nicht nur an berufliche Qualitäten, sondern auch an Stärken, die Dich als Privatperson auszeichnen. Frage ruhig auch Deinen Partner oder Freunde. Oft sind Dinge, die wir gut können, so selbstverständlich für uns, dass wir sie zunächst gar nicht wahrnehmen.
  • Was ist Deine Natur, Dein Temperament?
  • Wo liegen Deine Schwächen? Welche Deiner Eigenschaften magst Du nicht? Manchmal sind gerade unsere Schwächen das, was uns besonders macht. Nicht selten werden Menschen erfolgreich, weil sie ihre Schwächen in Stärken verwandelt haben: aus der finanziellen Pleite zum Wohlstand, vom Übergewichtigen zum Marathonläufer. Doch Vorsicht: nicht jedes ungelöste Problem ist deshalb gleich ein möglicher Arbeitsbereich. Ein Mensch, der chronisch pleite ist, wird als Finanz-Coach für andere keine große Hilfe sein.
  • Was hast Du erfolgreich bewältigt? Welche Probleme gelöst? Wo hast Du mehr Ahnung als andere? Was genau machst Du anders? Was hast Du bisher selbst entwickelt oder weiterentwickelt? Denke auch hier nicht nur über Berufliches nach, sondern beziehe alle Lebensbereiche mit ein.
  • Kannst Du schon jetzt etwas gut genug, um Dich damit zu positionieren? Kannst Du Dich jetzt schon damit spezialisieren? Was würdest Du gern noch ausbauen oder dazu lernen?
  • Was an Deinem Auftreten verstärkt Deine Individualität? Was macht Dich „merk“-würdig? Was ist außergewöhnlich an Deinem Lebenslauf?

Wie denken andere über Dich?

  • Wie sprechen Deine Klienten, Kunden und Mitarbeiter über Dich? Wie wirst Du von Bekannten und Kollegen beschrieben? Wo sehen Deine Kunden, Kollegen etc. Deine Stärken?
  • Für welche Klienten wärst Du der oder die „Richtige“?
  • Mit welchem Anliegen wenden sich Freunde oder Bekannte an Dich? Für welche Bereiche bist Du ein gefragter Ratgeber?

Was könnte Dein Markenzeichen sein?

  • Was von dem, was Dir bis jetzt bewusst wurde, eignet sich dafür, Dein Markenzeichen zu sein? Was ist derzeit Dein Markenzeichen?

Dies sind nur einige Anregungen, um Erkenntnisse für Dein Selbstmarketing zu gewinnen. Fange am besten gleich damit an, diese Fragen ausführlich zu beantworten und Dein Profil zu erstellen. Du kannst jederzeit neue Erkenntnisse und Fähigkeiten ergänzen. Nimm Dir regelmäßig Zeit dafür. Und bleibe entspannt, auch wenn Du jetzt noch nicht Dein fertiges, einzigartiges Angebot kennst. Das ist ein Prozess, der sich entwickeln muss.

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