Subtypen und ihre Relevanz

„Ein Subtyp entsteht, wenn die Leidenschaften eines bestimmten Musters in Kombination mit einem der drei Instinkte eine ganz spezifische Ausprägung finden. Jeder Instinkt wirkt anders auf das Enneagramm-Muster und erzeugt so eine einzigartige Variation der Leidenschaft, die im Menschen lebt.“

„Wenn Du Dir also ein Muster vorstellst“, fährt er fort, „wirst Du feststellen, dass es drei unterschiedliche Möglichkeiten gibt, wie dieses Muster in seiner ganz speziellen Art und Weise gelebt wird – je nachdem, welcher Instinkt dominanter ist. Der Subtyp zeigt Dir also, wie das Muster und der Instinkt miteinander verschmelzen und welche Energien bei Dir am stärksten wirken.“

Du nickst, als Du beginnst, die Zusammenhänge zu verstehen. Dein Reiseleiter fährt fort:

„Wozu dient das?“, fragt er mit einem wissenden Lächeln. „Die Subtypen sind wie Schlüssel, die Dir helfen können, im Alltag besser zu erkennen, wann Dein Muster anspringt. Sie geben Dir einen genaueren Blick darauf, wie Du in bestimmten Situationen reagierst und warum. Auch können sie Dir dabei helfen, Dein Enneagramm-Muster zu entschlüsseln, falls Du Dir vielleicht noch unsicher bist.“

„Erinnere Dich einmal an die Bewohner der Dörfer, die Du bereits kennengelernt hast“, sagt Dein Reiseleiter mit einem sanften Lächeln. „Sie haben alle im selben Dorf gewohnt und hatten dementsprechend auch alle dasselbe Hauptmuster. Trotzdem war jeder von ihnen anders, individuell. In jedem von ihnen waren die drei Strömungen – die Instinkte – unterschiedlich stark präsent. Der Subtyp spiegelt also wider, wie diese Strömungen bei einem bestimmten Menschen zusammen spielen und wie sie dadurch das Muster des Enneagramms beeinflussen.“

„Aber“, sagt er nachdenklich, „es gibt auch eine interessante Besonderheit bei den Subtypen, die Du unbedingt verstehen solltest. Es gibt auch sogenannte Kontratypen.“

Er sieht Dich neugierig an, als Du fragend schaust. „Kontratypen“, erklärt er, „sind eine besonders interessante Wendung in dieser Reise. Jedes Enneagramm-Muster hat einen Kontratypen. Ein Kontratyp ist ein Subtyp, der entgegen der Erwartung handelt. Er lebt also die Leidenschaft des Musters in einer Art und Weise, die nach außen hin nicht so leicht zu erkennen ist. Sie zeigt sich eher im inneren Bereich des Menschen. Die Handlung des Kontratypen steht also im Gegensatz zu dem, was wir typischerweise mit diesem Muster assoziieren – deshalb kann es schwierig sein, einen Kontratypen auf den ersten Blick zu erkennen. Hier kommst Du ins Spiel, falls Du Dich bisher noch nicht eindeutig in einem der Muster erkannt hast.“, sagt Dein Reiseleiter und zwinkert Dir zu.

„Kontratypen sind also besonders interessant, weil sie oft genau das Gegenteil dessen tun, was Du aufgrund des Enneagramm-Musters von ihnen erwarten würdest. “

„Mit diesem Wissen über Subtypen und Kontratypen kannst Du nun beginnen, noch besser zu erkennen, wie sich Dein eigenes Muster in verschiedenen Lebensbereichen zeigt und wie Du Dich selbst besser verstehen kannst“, schließt Dein Reiseleiter. „Es geht darum, die verschiedenen Nuancen Deiner eigenen Persönlichkeit zu entdecken und zu verstehen, warum Du so reagierst, wie Du es tust.“

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