Welche Instinkte gibt es?
„Nun, mein Freund“, sagt Dein Reiseleiter, während er sich einen Moment Zeit nimmt, um die nächsten Worte sorgfältig zu wählen, „es gibt drei grundlegende Instinkte, die in jedem von uns wirken. Und obwohl Du vielleicht das Gefühl hast, dass Du nur einen bestimmten Instinkt in Dir spürst, so tragen wir alle diese drei in uns. Doch es gibt einen, der meistens dominanter ist und unser Verhalten in einer bestimmten Richtung leitet.“
Er lächelt, als er Deine neugierigen Blicke bemerkt. „Bevor wir tiefer eintauchen, möchte ich Dir noch etwas Wichtiges sagen: Diese Instinkte sind völlig unabhängig von den Persönlichkeitsmustern. Sie sind nicht an das Muster gebunden, das Du in Dir trägst. Sie stammen aus einer Zeit, noch bevor sich unser „Ich“ entwickelte – aus einer Zeit, in der unsere Urvorfahren schlichtweg auf ihr Überleben angewiesen waren.“
Er winkt Dir zu, um Deine volle Aufmerksamkeit zu gewinnen, und fährt fort: „Nun lass uns einen Blick darauf werfen, welche Instinkte es gibt und wie sie sich in uns allen manifestieren.“
Selbsterhaltung (SE/ SP)
„Der erste Instinkt ist der Selbsterhaltungsinstinkt“, erklärt der Reiseleiter, „und er ist im Grunde genommen der Instinkt des Überlebens allein. Dieser Instinkt ist tief in unserem Körper verwurzelt und sorgt dafür, dass wir uns um unsere grundlegenden Bedürfnisse kümmern. Es geht darum, den Körper zu pflegen und zu erhalten, damit er weiterhin in der Welt bestehen kann.“
„Dieser Instinkt zeigt sich in drei Hauptbereichen:“
- Körperliche Selbstpflege: „Das betrifft alles, was mit Deinem Körper zu tun hat – Essen, Schlaf, Pflege. Es ist der Drang, Dich zu versorgen und sicherzustellen, dass Du körperlich gesund bleibst.“
- Zweckmäßigkeit und Unterhalt: „Hier geht es um praktische Aspekte des Lebens – wie das Fahren eines Autos, das Funktionieren von Alltagsgegenständen oder das Organisieren von Dingen, die Deinen Alltag ermöglichen.“
- Häuslichkeit: „Der Wunsch, ein Zuhause zu haben, in dem Du Dich sicher und geborgen fühlst. Es geht um das Schaffen eines Raums, der Dich unterstützt und Dir Sicherheit gibt.“
„Wichtig ist, dass niemand (auch nicht die Subtypen des Selbsterhaltungsinstinkts) in allen drei Bereichen perfekt ist. Der Instinkt kann sich unterschiedlich ausprägen und zeigt sich bei jedem Menschen auf eine individuelle Weise.“
Sexuell/ 1:1 (SX)
„Der nächste Instinkt ist der sexuelle Instinkt – oder der Instinkt des Überlebens zu zweit“, fährt Dein Reiseleiter fort. „Dieser Instinkt hat seine Wurzeln in einem tiefen Bedürfnis, sich zu verbinden und fortzupflanzen. Er ist weniger auf den körperlichen Erhalt als vielmehr auf die energetische Verbindung mit anderen ausgerichtet.“
„Auch dieser Instinkt zeigt sich in drei Hauptbereichen:“
- Angezogen und anziehend sein: „Es geht um die Energie, die Du ausstrahlst, die magnetische Kraft, die andere anzieht. Es geht um den Drang, sowohl für sich selbst als auch für andere attraktiv zu sein.“
- Erkundung: „Dieser Bereich bezieht sich auf das Entdecken von Grenzen, die Suche nach Neuem und das Streben nach Abenteuer. Es kann sich auf das Kennenlernen neuer Menschen oder das Testen der eigenen Energie auswirken.“
- Verschmelzung: „Dieser Instinkt ist stark in der Suche nach einer tiefen energetischen Verbindung, einem Verschmelzen mit einer anderen Person. Es geht dabei nicht um die Intimität des Herz-Zentrums, sondern um eine Fusion auf einer anderen Ebene – eine Art energetisches Zusammensein.“
„Auch hier ist es wichtig zu verstehen, dass niemand (auch nicht die sexuellen Subtypen) in allen drei Bereichen perfekt ist. Der Instinkt zeigt sich unterschiedlich in jedem von uns.“
Sozial (SO)
„Und schließlich gibt es den sozialen Instinkt“, sagt der Reiseleiter mit einem nachdenklichen Blick. „Dieser Instinkt geht auf das Überleben in der Gruppe zurück. In der Urzeit war es für den Einzelnen von entscheidender Bedeutung, Teil einer Gruppe zu sein, um zu überleben. Heute sorgt dieser Instinkt dafür, dass Du Dich in sozialen Zusammenhängen zurechtfindest und Deine Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft findest.“
„Der soziale Instinkt zeigt sich in drei Bereichen:“
- Menschen und Situationen lesen: „Es geht darum, die Dynamik in sozialen Gruppen zu erkennen und zu verstehen, wie man sich anpassen kann. Es ist der Instinkt, Situationen zu lesen und zu wissen, wie man sich in verschiedenen sozialen Kontexten verhält.“
- Verbindung schaffen und aufrechterhalten: „Es geht darum, Beziehungen zu knüpfen und zu pflegen, ohne die starke magnetische Energie des sexuellen Instinkts. Es geht um eine subtile, jedoch beständige Verbindung mit anderen.“
- Teilnahme und Beitrag: „Dieser Bereich bezieht sich darauf, wie Du Dich in einer Gemeinschaft einbringst, Deinen Beitrag leistest und Dich als Teil eines größeren Ganzen fühlst. Es geht um den Wunsch, in einer sozialen Gruppe akzeptiert und anerkannt zu werden.“
„Auch hier gilt: Niemand (auch nicht die sozialen Subtypen) ist in allen drei Bereichen perfekt. Der Instinkt äußert sich auf individuelle Weise.“
Zusammenfassung:
„Also, mein Freund, was Du nun weißt: Es gibt drei Instinkte – Selbsterhaltung, Sexuell/1:1 und Sozial – die in jedem von uns vorhanden sind. Jeder von uns wird jedoch von einem dieser Instinkte stärker geprägt, der dominanter in unserem Verhalten und in unseren Entscheidungen wirkt. Diese Instinkte sind tief in uns verankert, aus einer Zeit, bevor unser „Ich“ überhaupt entstanden ist. Sie helfen uns, zu überleben und uns in einer Welt voller Herausforderungen zu orientieren.“
„Doch denke daran: Es ist nicht so, dass einer dieser Instinkte besser oder schlechter ist als die anderen. Es geht nicht um das „Richtig“ oder „Falsch“, sondern darum, wie Du Dich von den Strömungen dieser Instinkte beeinflussen lässt – und wie Du die Kraft dieser Strömungen in Deinem eigenen Leben nutzen kannst.“