Lösungsorientierte Fragen
Die Intention von lösungsorientierten Fragen liegt einerseits in der Aktivierung positiver, problemlösender, zielerreichender Zustände und Ressourcen. Andererseits in der emotionalen Entlastung des Coachee, indem der Fokus auf dessen Fähigkeiten gerichtet wird.
Beispiel: „Was könnte Ihnen helfen?“ „Welche Ihrer Fähigkeiten wären hier besonders nützlich?“
Lösungsorientierte Fragen - Fragen nach Ausnahmen
Oft sehen die Beteiligten des Systems das Problem/ Symptom als die Regel an: „Person X ist immer
depressiv.“ Durch Fragen nach Ausnahmen wird wiederum verdeutlicht, dass das Problem nicht allgegenwärtig ist. Daher gehören sie auch zu den lösungsorientierten Fragen.
Beispiele:
- „Wie oft (wie lange, wann, wo) ist das Problem nicht aufgetreten?“
- „Was haben Sie und andere in diesen Zeiten anders gemacht?“
- „Wie könnten Sie mehr von dem machen, was Sie in Nicht-Problem-Zeiten gemacht haben?“
Lösungsorientierte Fragen - Die Wunderfrage
Eine Spezialform von lösungsorientierten Fragen ist die Wunderfrage. Wunderfragen geben vor, dass sich das Problem durch ein Wunder aufgelöst hat. Dabei wird nicht nach dem „Wie?“, sondern nach dem „Was-ist-danach?“ gefragt. Die Wunderfrage zielt darauf ab, unverbindlich mögliche Problemlösungen zu phantasieren. Das hohe Maß an Unverbindlichkeit bewirkt, dass sich keiner der Beteiligten verantwortlich fühlen muss, eine Lösung herbeizuführen.
Beispiel: „Angenommen heute Nacht käme eine Fee und würde Ihnen das Problem abnehmen, was wäre dann morgen anders?“ „Wer würde als Erstes erkennen, dass das Wunder über Nacht geschehen ist und woran?“ „Was würden die Menschen um Sie herum danach anders machen?“
- Lösungsorientierte Fragen (4 Fragen)