Rechtliche Rahmenbedingungen für den DACH-Raum

Rechtliche Grundlagen die im gesamten DACH-Raum gelten

Im gesamten DACH-Raum gelten derzeit folgende Regelungen:

  • Der Begriff „Coach“ / „Coaching“ / „Coachee“ ist nicht geschützt
  • Geschütze Begriffe sind zum Beispiel: „Psychotherapeut“, „Psychologischer Berater“, „Psychologe“
  • Abgrenzung zur Psychotherapie: Es dürfen keine Diagnosen behandelt werden
    • Zum Beispiel: Phobien, Depressionen, Angstzustände, Magersucht, Suchtkrankheiten, Allergien, Traumata, Psychosomatische Leiden, Paranoia, ...
  • Werbung: Auch das andeuten, dass man psychotherapeutische Fähigkeiten hätte, ist nicht erlaubt.


Die Verschwiegenheitspflicht

Die Verschwiegenheitspflicht ist eine rechtsverbindliche Verpflichtung, die dem Coach anvertrauten Informationen nicht an andere Personen (sogenannte Drittpersonen) weiter zu geben. Man kann vom Coachee von der Verschwiegenheitspflicht teilweise oder gänzlich entbunden werden. Als Coach kann man seine Fälle allerdings auch vollständig anonymisieren. Das heißt Informationen weg lassen oder sogar verändern, so dass niemand auf den Coachee rückschließen kann oder auch nur eine Ahnung davon bekommen könnte, um wen es sich handeln könnte.

Die Verschwiegenheitspflicht ist in den Ländern in unterschiedlichen Gesetzen geregelt:

  • Deutschland: Art. 35 Bundesgesetz über den Datenschutz (DSG)
  • Österreich: § 119 Abs. 4 GewO
  • Schweiz: In der Schweiz untersteht ein Coach nicht direkt nach Art. 321 StGB der Schweigepflicht, allerdings kann ebenso wie in Deutschland Art. 35 DSG zum Tragen kommen.


Weitere rechtliche Rahmenbedingungen
Die Folgenden Rechtlichen Rahmenbedingungen stammen zwar aus Österreich, aber alles davon sollte man auch in Deutschland und in der Schweiz umsetzen, auch wenn manches davon teilweise nicht so streng ist. Der Begriff Lebens- und Sozialberater steht für Coach (in Österreich).



Merkmale einer psychischen Störung
Es gibt vier Kriterien, die wenn sie alle erfüllt sind nahe legen, dass die Person eine sogenannte psychische Störung aufweist. Mit diesen vier Kriterien hast Du ein einfaches Raster an der Hand, um zu Wissen, was Du darfst und was nicht.

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