Teilemodell / Seitenmodell
Teilemodell (Seitenmodell)
Zur Einführung des Seiten- oder Teilemodells siehe Kapitel: Teilemodell (Seitenmodell). Wir können rein sprachlich mit dem Teilemodell arbeiten, indem wir zum Beispiel sagen: „Ein Teil in Ihnen möchte X, der andere würde lieber Y.“ Eine weitere Möglichkeit besteht darin, diesen Teil zu visualisieren.
Der Vorteil der Teilearbeit liegt darin, dass wir automatisch eine kleine Dissoziation aufbauen. Die Aussage ist dann nicht mehr „ich bin Schokoladen-süchtig“, sondern „ein Teil von mir ist Schokoladen-süchtig“ oder auch „ein Teil von mir konsumiert viel Schokolade.“
Ein zweiter Vorteil ist, dass wir leichter nach den Bedürfnissen einzelner Teile fragen können. Vor allem bei Konflikten o.Ä. haben wir dann unter Umständen ein ganzes Parlament versammelt, wo jeder seine eigene Ansicht hat. Durch die Teilearbeit wird es dann deutlich übersichtlicher und leichter miteinander zu kommunizieren.
Teile definieren und Dissoziation aufbauen
Teilemodell positive Absicht
Die Frage nach der positiven Absicht ist gerade in der Teilearbeit eine mächtige Intervention. Sie kann aber auch ohne Teilearbeit eingesetzt werden. Die Intervention besteht in der Frage: „Welche positive Absicht hat der Teil X für Sie?“ Bezogen auf andere Menschen könnte man auch fragen: „Welche positive Absicht könnte hinter dem Schreien Ihres Chefs stecken?“.
Wenn eine positive Absicht für den Coachee schwer vorstellbar ist, können wir auch fragen: „Ja, das ist schwer vorstellbar. Wenn wir mal so tun würden, als würde es eine positive Absicht geben, was würden Sie dann antworten?“
Teilearbeit für mehr Klarheit
Teilearbeit bei Konflikten
Fallbeispiel Teilearbeit: Kontaktaufbau zu einem Teil über das Gefühl Sicherheit
Fallbeispiel Teilearbeit: Fokus auf Bedürfnis
- Teilemodell / Seitenmodell (6 Fragen)