5.3. Übung: Schreibe, welche Gedanken dich am häufigsten blockieren, und formuliere mögliche Alternativen
In dieser Übung wirst Du Dich mit den Gedanken auseinandersetzen, die Dich am häufigsten blockieren, und lernen, wie Du sie durch konstruktive Alternativen ersetzen kannst. Diese Praxis hilft Dir, Deinen inneren Widerstand zu erkennen und ihn aufzulösen.
Schritt 1: Deine Blockierenden Gedanken erkennen
Setze Dich in einer ruhigen Umgebung hin, schließe die Augen und frage Dich:
- "Welche Gedanken halten mich zurück?"
- "Wann habe ich das letzte Mal gespürt, dass ich blockiert war oder nicht weiterkam?"
Notiere mindestens drei Gedanken, die in solchen Momenten in Deinem Kopf auftauchen. Zum Beispiel:
- "Ich bin nicht gut genug."
- "Was, wenn ich scheitere?"
- "Andere können das besser als ich."
Schritt 2: Denke über die Ursache nach
Frage Dich für jeden dieser Gedanken:
- "Woher kommt dieser Gedanke?"
- "Wer oder was hat mir diese Überzeugung vermittelt?"
Dies ist keine Übung, um Schuld zu finden, sondern um zu verstehen, warum dieser Gedanke Teil Deines Denkens geworden ist.
Schritt 3: Alternativen formulieren
Jetzt wirst Du jeden blockierenden Gedanken durch eine alternative, unterstützende Aussage ersetzen. Diese Alternativen sollen Dich ermutigen, motivieren und stärken. Verwende dabei die folgenden Leitfragen:
- "Was könnte ich denken, das mich weiterbringt?"
- "Wie würde jemand denken, der in dieser Situation mutig ist?"
Beispiele für Alternativen:
- Statt "Ich bin nicht gut genug" → "Ich bin genug, so wie ich bin, und ich kann immer dazu lernen."
- Statt "Was, wenn ich scheitere?" → "Scheitern ist eine Möglichkeit zu wachsen."
- Statt "Andere können das besser als ich" → "Ich bringe meine eigene einzigartige Perspektive ein."
Schreibe Deine neuen, unterstützenden Gedanken direkt neben die blockierenden Gedanken. Du kannst sie auch laut vorlesen, um sie zu verinnerlichen.
Schritt 4: Übung für den Alltag
Wähle einen der unterstützenden Gedanken aus und setze ihn als Erinnerung in Deinem Alltag ein. Zum Beispiel:
- Schreibe ihn auf einen Zettel und lege ihn auf Deinen Schreibtisch.
- Stelle eine tägliche Erinnerung auf Deinem Handy ein, um Dich daran zu erinnern.
- Verwende ihn in einer kurzen Meditation, in der Du ihn wiederholt aussprichst.
Reflexionsaufgabe
Beantworte am Ende dieser Übung folgende Fragen in Deinem Kurs-Tagebuch:
- Wie fühlst Du Dich, nachdem Du alternative Gedanken formuliert hast?
- Welche der neuen Gedanken fühlen sich für Dich am stärksten an? Warum?
- Was möchtest Du tun, um diese neuen Gedanken in Deinem Alltag zu verankern?
Wenn Du diese Übung regelmäßig wiederholst, wirst Du bemerken, wie sich Dein Denken verändert und wie der innere Widerstand nachlässt. Bleib dran – Du bist auf einem guten Weg!